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Von Lucy

Juni 13, 2016

Je nachdem, welche Daten zugrunde gelegt werden, schwanken die konkreten Zahlen zu den Treibhausgasemissionen von tierischen Produkten deutlich. Unbestritten ist jedoch, dass die tierische Landwirtschaft maßgeblich zum Klimawandel beiträgt.

Nach Zahlen der Foods and Agriculture Organization (FAO) aus dem Jahr 2006 verursacht die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln 18% der weltweiten Treibhausgasemissionen. Zu diesen 18% müssen aber noch weitere Zahlen hinzuaddiert werden. Der WWF listet in seiner Studie „Klimawandel auf dem Teller“ folgende Faktoren auf, die beim Treibhauseffekt der Ernährung zu berücksichtigen sind:

  • die direkten Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft
  • die Verarbeitung, Verpackung, Lagerung und Transport der Lebensmittel
  • die Lagerung, Zubereitung und Entsorgung in den Haushalten
  • die Umwandlung von natürlichen Lebensräumen in Ackerböden

Werden all diese Faktoren berücksichtigt, ist die Produktion von Fleisch, Wurst, Milchprodukten und Eiern für ganze 51% der erzeugten Treibhausgase verantwortlich, hat das World Watch Institute 2009 ermittelt. Damit hat unsere Ernährung einen weitaus größeren Einfluss auf das Klima als der globale Straßenverkehr.

Fleisch und Milch sind besonders klimaschädlich

Der WWF-Studie „Klimawandel auf dem Teller“ zufolge verbraucht jeder Deutsche pro Jahr etwa 2 Tonnen CO2-Äquivalent direkt mit seiner Ernährung. (Um die Auswirkung verschiedener Treibhausgase auf das Klima besser vergleichen zu können, rechnet man sie in eine entsprechende Menge an Kohlendioxid um. Man spricht dann von CO2-Äquivalenten.)

Den größten Anteil davon macht der Fleisch- und Wurstkonsum mit rund 41% aus, gefolgt von Milch und Milchprodukten mit rund 24%. Rechnet man auch Fisch(erzeugnisse) und Eier hinzu, so zeigt sich, dass 70% der gesamten direkten Treibhausgasemissionen auf die Ernährung tierischen Ursprungs zurückgeht.

Insgesamt verursacht Deutschland durch die Ernährung laut WWF ca. 164 Mio Tonnen CO2-Äquivalente direkt. Der Fleischkonsum ist allein für Treibhausgase in Höhe von 67 Mio Tonnen verantwortlich. Auf Obst und Gemüse entfallen nur für ein Zehntel.

Hinzu kommen etwa 40 Mio Tonnen CO2-Äquivalente durch die veränderte Landnutzung,  etwa durch die Umwandlung tropischer Regenwälder in Weideland oder Anbaufläche für Tierfuttermittel. Damit liegt der gesamte Treibhausgaseffekt unserer Ernährung bei 203 Mio Tonnen CO2-Äquivalenten.

Der persönliche CO2-Abdruck unserer Ernährung steigt damit von 2 Tonnen auf 2,5 Tonnen CO2-Äquivalenten. Zum Vergleich: Eine ähnlich großen Treibhausgaseffekt verursacht ein Neuwagen mit einem CO2-Ausstoß von 120 g/km, der pro Jahr über 20.000 km gefahren wird.

Vegane Ernährung ist am besten fürs Klima

Der Verbraucherorganisation Foodwatch zufolge sind konventionelle Allesesser die größten Klimasünder. Der der ihre Ernährung verursachte jährliche Ausstoß von Treibhausgasen entspricht demnach einer Autostrecke von rund 4.758 Kilometern, also der Strecke Helsinki–Florenz hin und zurück. Wer sich ausschließlich biologisch ernährt, kommt immerhin noch auf 4.377 km.

Vegetarier verursachen demnach immerhin noch Treibhausgase, die einer Autostrecke von rund 2000 Kilometern entsprechen. Am besten schneidet die vegane, ökologische Ernährung ab: Die rein pflanzliche Ernährungsweise entspricht pro Jahr vom Treibhausgaseffekt her einer 281 km langen Autofahrt, also der Strecke Hamburg-Hannover und zurück.

Ich bin Journalistin, lebe seit acht Jahren vegan und beschäftige mich seitdem intensiv mit pflanzlicher Ernährung und bewusstem Konsum. Meine Mission: Ich möchte mehr Menschen für eine gesunde, vegane und vollwertige Ernährung und einen bewussten Lebensstil begeistern. Denn ich glaube, dass wir alle die Welt besser machen, wenn wir bewusst entscheiden, was wir essen, konsumieren und kaufen – und was nicht.


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